Konecne (alebo uz?) doma! (Nils)

,,I do not have any nationality, you know? When I am in Greece I am from Greece, when I am in Iran, I am from Iran. Today I am from Berlin, but tomorrow who knows, I might be that guy from Hamburg! […] Why do we have these f***ing borders?“

Es kam alles ganz schnell. Das Pfadfindercamp war gerade zu Ende da zog es uns auch schnell zurück nach Lazy. Kaum angekommen, versuchte ich in der kurzen Zeit noch schnell Anspiel und Thema vorzubereiten, Katrin war eifrig mit Packen beschäftigt. Am Abend ging es zum E-Klub bzw. zu unserer Abschiedsfeier. Viele Leute kamen, alte Bekannte, mit denen wir das Jahr zusammen verbracht haben sowie Freunde, die wir erst seit kurzem kannten. Es fand draußen bei schönstem Wetter statt, im Anschluss wurde gegrillt.

Am nächsten Morgen machte sich Katrin direkt auf den Weg per Zug, während ich die nächsten zwei Tage noch vor allem damit verbrachte, mich ausgiebiger von den Leuten zu verabschieden, die mir wichtiger geworden sind.

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Am Dienstag (1. August) machte auch ich mich auf den Weg, jedoch mit einem kleinen Abstecher nach Brünn, wo ich bei einem slowakischen Freund übernachtete. Ich war dabei überrascht, wie gut ich mit meinem Slowakisch auch mit Tschechen verständigen konnte, zwischendurch bemerkte man gar nicht, dass es eigentlich zwei verschiedene Sprachen sind. Am zweiten Tag mache ich mich mit dem Flixbus auf den Weg nachhause.

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Unterwegs hatte ich einige weitere interessante Begegnungen: Die Zitate in der Einleitung enstammen meinem Sitznachbarn von Berlin nach Hamburg, welche familär afghanisch war, im Iran geboren, zehn Jahre in Griechenland gelebt hat und seit drei Jahren in Deutschland lebt. Er spricht Dari, Farsi, Englisch, Griechisch und hat in Deutschland Deutsch und Türkisch gelernt…

Später, als ich schon im Zug aus Hamburg sitze, höre ich auf einmal vertraute Wörter, die mich überrascht aufschauen lassen: Mir gegenüber unterhält sich eine Gruppe junger Menschen sehr angeregt in einer slawischen Sprache, wo ich manchmal Ausschnitte verstehen kann. Es waren Bulgaren…

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Insgesamt verlief die Fahrt etwas abenteuerlich, aber ohne große Zwischenfälle. Spannend war für mich, wie sich mein Denken (vor allem die Tiefgründigkeit) mit jedem Länderwechsel änderte.

Rückblickend bin ich sehr dankbar für die Zeit in der Slowakei, nicht nur wegen der vielen neuen Eindrücke oder wegen der Freundschaften und Bekanntschaften, die ich dort machen durfte, sondern vor allem auch für die schwierigeren Momente, in denen ich (hoffentlich) fürs Leben lernen durfte. Eigentlich hatte ich erwartet, vieles hin zu bringen, aber ich kann nun sagen, dass ich eher vieles mitnehme. Mit der Slowakei ist es für mich wahrscheinlich abgesehen von einigen zukünftigen Besuchen und den einen oder anderen Camp wahrscheinlich vorbei, aber meine Neugier für Tschechien, mein Interesse an Spanisch und Schwedisch sowie die Einladungen nach Tschechien, Weißrussland, Slowakei sowie nach New Mexico lassen träumen, auch zukünftig international unterwegs zu sein.

,,Don´t fall in love with one country – you would miss the others!“*

Mein Dank geht hierbei ans EJW und SEM sowie an die EU, die diesen Freiwilligendienst überhaupt erst ermöglicht und das Projekt ins Leben gerufen haben. Des Weiteren möchte ich mich auch bei meiner Gemeinde, meiner Gemeinde, Freunden und allen, die mich während des EVS unterstützt haben bedanken – vielen Dank für eure Investition in mich!

Schließlich verabschiede ich mich hiermit und wünsche der nächsten Generation an Freiwilligendienstlern alles Gute bei ihren Freiwilligendiensten.

zbohom

Nils

*ebenfalls ein Zitat aus dem Gespräch

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