Eine lange/kurze Reise (Adrian)

Seit dem letzten Blog ist nun wieder einiges an Zeit vergangen und es ist mal wieder Zeit das ich mich melde. Kurz nachdem Florian seinen Blog Eintrag geschrieben hatte fand das so genannte mid-term Meeting statt. Dabei treffen sich alle Freiwilligen in der Slowakei die von dem Erasmus plus Programm unterstützt werden. Dort treffen unterschiedliche Nationalitäten aufeinander, was aber nichts daran ändert, dass die Atmosphäre sehr gut ist. Die Reise zu diesem Seminar war allerdings eine Tortur erster Güte Klasse. Den das on-arrival Seminar welches zum Anfang des Jahres stattfand war ganz im Osten der Slowakei (ungefähr 260 km entfernt von Dolny Kubin) und somit eine ordentliche Riese über 5 Stunden (Dolny Kubin mein aktueller Wohnort liegt so ziemlich in der Mitte der Slowakei). Das Mid-term Seminar allerdings war nur 30 km von Dolny Kubin entfernt was mich zuerst sehr gefreut hatte weil Ich davon ausging es würde nicht lang dauern bis ich dort wäre. Als ich jedoch die Verbindungen zu diesem Ort „Bela“ wo das Seminar stattfinden sollte heraus gesucht hatte war ich ein wenig ernüchtert den aufgrund von einer fehlenden direkt Verbindung zu diesem Ort musste ich quasi einmal fast im Kreis fahren um dann über 3 Stunden später anzukommen. Der Grund für diese fehlende direkt Verbindung ist auch das so genannte Gebirge „Mala Fatra“ Am Abreisetag hat es dann geregnet was mir die Möglichkeit das Fahrrad zu nehmen genommen hat.

Das ist der Blick auf die Mala Fatra.
Das ist der Blick auf die Mala Fatra.

Florian hatte fast den gleichen Weg nur das er eine andere Seminar Gruppe besuchte die 2 Kilometer von meinem Seminar entfernt gewesen ist. Dadurch konnten wir wenigstens zusammen fahren. Dann jedoch ist unsere erste Verbindung ausgefallen weil Schnee auf dem Gleis lag konnte der Zug nicht fahren, dass hatte mich schon fast an die Deutsche Bahn erinnert nur das die hiesige Bahngesellschaft nicht gefühlte 5 Jahre lang Streikt und dafür lieber etwas langsamer arbeitet. Aufgrund dessen haben wir eine andere Verbindung genommen welche uns nach einem knapp 6 Stunden ankommen lies. Dem Aufmerksamen Leser fällt jetzt sicherlich auf, dass ich etwas weniger Zeit für die Strecke in die Ost-Slowakei mit 260 km benötigt habe. Das erinnert mich ein bisschen an dieses Phänomen aus der Schule, die Person mit dem kürzesten Weg kommt als letztes und genau so war es auch bei mir nur das ich nicht viel dafür konnte.

Es gab aber wie ansonsten fast immer auch sehr schöne und weiterbildende Ereignisse. Zum Beispiel war ich auf einer Jugendleiter Vorbereitung welche von meinen Chefs und Florian sowie mir vorbereitet wurde. Dabei hat Florian ein Seminar gehalten und ich war für die Dokumentation des Events, dass ein Wochenende dauerte verantwortlich. Außerdem haben wir unsere Chefs bei allem möglichen an Vorbereitungen unterstützt, wie zum Beispiel der Technik und dem vorbereiten der Seminarräume.

Des Weiteren haben Florian und ich es geschafft das erste richtig eigene Projekt zu starten und zwar das „Garaz workout“. Die Idee war dem Klub Garaz ein etwas sportlich Orientiertes Programm zu verpassen. Im Winter ist es natürlich etwas schwieriger allerdings ist uns die Idee mit einem Zirkeltraining ohne Geräte eingefallen was man perfekt im Klub Garaz veranstalten konnte. Nun kommt dieses Projekt dann aber auch zum Ende weil es jetzt auch die Möglichkeit gibt draußen Sport zu machen. Jedoch wird jetzt ein neues Projekt in Angriff genommen und zwar soll ein Basketballkorb für den Klub Garaz her was dann quasi ein Ausgleich zum „Garaz workout“ ergibt. Für den Basketballkorb fehlt noch ein wenig die Finanzielle Unterstützung damit dies realisiert werden kann. Falls jemand die Idee gut findet und Lust hat uns dabei zu unterstützen kann er dies gerne tun:

option 1 – Direct to SEM spendenkonto: (we receive it almost immediately)

SK71 1100 0000 0029 2989 4217 , BIC: TATRSKBX

variable symbol 1033: Klub Garaz Betrieb (Miete, usw…)

variable symbol 1017: Klub Garaz Arbeiter (Jugendarbeit,…

option 2 – via Partnerorganisation : (transfer takes months)
Evangelisches Jugendwerk in Württemberg
EJW-Weltdienst Evangelische Bank (EB)
IBAN: DE24 5206 0410 0400 4054 85; BIC: GENODEF1EK1

Projekt-Nr. SK101 Slowakei – Jugendarbeit,  Referentin: Andrea.Kalmbach@ejwue.de

Important> we need to know about amount donated here, so the money will be sent to Garaz project on the end of process.

 Bis jetzt hat jeder Jahrgang den Schwerpunkt im Klub Garaz etwas anders ausgelegt und versucht somit etwas zur Vielfältigkeit beizutragen. Da sowohl Florian als auch ich sportlich sehr interessiert sind ergibt sich das ganz gut. Zusätzlich versuchen wir die Finanzielle Lage anzugehen ohne das Prinzip des Klubs zu verändern.  Zwischendurch war Florian für eine Woche allein weil ich eine Woche Urlaub gemacht habe. PS. Diese Reise war nochmals etwas abenteuerlicher als die Reise zum Mid-term Seminar, naja eine positive Sache bringt so eine Steigerung immer mit sich, den eine der beiden Reisen sieht dann immer weniger schlimm aus J. Ich deute nur an das mein Ursprünglicher Plan besagte, dass ich wieder um 9 Uhr abends in Dolny Kubin ankomme, daraus wurde allerdings nichts, darauf hätte ich selber kommen können den wann verläuft eine Reise bitte schön den auch nach Plan vor allem wenn man in der Slowakei unterwegs ist. Den hier ist die öffentliche Verbindung nach halb 6 zwischen den zwei größten Städten (Bratislava im Westen und Košice im Osten( Košice ist übrigens 2013 Kulturhauptstadt geworden zusammen mit Marseille)) quasi tot.

Es gab aber auch Herausforderungen der extremen und schönen Art. Eine davon war das Mitwirken bei einem Event mit dem Namen „Garaz Talenty“, man kann sich wahrscheinlich schon denken worum es geht. Es handelt sich um einen Talentabend, bei diesem können alle möglichen Leute kommen die ein bestimmtes Talent haben. Roman (der Chef vom Klub Garaz) hat gemeint, dass wir ja zu Weihnachten mit der Trompete und der Posaune gespielt haben und er uns gerne dort spiele hören würde. Jedoch wird es jetzt etwas witzig den um Weihnachten rum haben Florian und ich das letzte Mal unsere Instrumente gespielt und das auch nur so geht so gut. Wir hatten schon damals Probleme mit den Noten. Hier in der Slowakei ist die Trompete und Posaune gar nicht so bekannt und mache kennen die Posaune nicht einmal. Wir haben also Roman mitgeteilt, dass Florian eine Trompete in C benötigt und ich eine Posaune in B (für die Leute die nicht zufällig sich damit auskennen, das ist so ähnlich wie mit einem Funkgerät. Es gibt z.B. zwei Kanäle auf denen man sprechen kann wie z.B. den Kanal B und C. Zusätzlich Lesen wir die Noten auch noch anders, das heißt quasi wir sprechen zwei unterschiedliche Dialekte, wenn z.B. sich eine Hochdeutsch sprechende Person mit einem Schweizerdeutsch sprechenden Person über ein Funkgerät unterhält funktioniert das nicht ganz so gut.). Florian hatte aus Deutschland ein paar Noten dabei aber in C gestimmt. Dadurch mussten wir die Noten für mich umschrieben, damit wir das gleiche spielen. Das hat aber irgendwie nicht funktioniert und wir haben es immer wieder versucht zusammen zu spielen trotz der Probleme. Bis Ich irgendwann mal auf die „Glorreiche“ Idee gekommen bin die Instrumente zu stimmen mit einer App auf dem Smartphone. Dabei haben wir dann gemerkt, dass Flo die ganze Zeit auch auf einer B Trompete spielt und nicht auf einer C Trompete. Das war quasi eine Erleuchtung, jedoch haben wir immer noch 2 Stunden benötigt bis wir alles geregelt haben. Beim Event haben wir dann leider feststellen müssen das es immer noch nicht richtig stimmig war trotz der ganzen mühe. Für unsere Kollegen war es auf jeden Fall eine neue Erfahrung, diese Instrumente zu hören und zu sehen. (Hoffentlich war diese Erfahrung nicht allzu abschreckend). Das war also mal wieder eine äußerst Abwechslungsreiche Zeit mit sehr vielen neuen Erfahrungen und Eindrücken. Bis zum nächsten mal

Adrian

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