Deutschlandtrip und Seminar – Katrin

Wie Nils schon geschrieben hat, waren wir für eine kurze Zeit in Deutschland. Am 05.10. sind wir vier mit dem Auto Richtung Nord-Deutschland gefahren. Zumindest für mich als Mit-90-auf-der-Rechten-Spur-Fahrer war die Fahrt schon die erste Hürde. Aber Autobahn fahren ist doch nicht so schwer. Da muss man wenigstens nicht parken.

In Deutschland haben wir die ersten 2 Nächte in Lüneburg (in der Nähe von Nils Zuhause) verbracht. Danach sind Jake, Viki und ich weiter nach Gütersloh (meine Heimatstadt) gereist. Dank des Schinkenmarktes und des Schützenmarsches konnten Viki und Jake in relativ kurzer Zeit doch relativ viel der deutschen Kultur kennen lernen. Am 10.10. sind wir vier dann abends wieder in unserer Wohnung angekommen.

Viki und ich mussten nicht einmal richtig auspacken, denn am nächsten Morgen ging es für uns direkt weiter zum On-arrival-training, das in Zemplínska šírava (nahe der ukrainischen Grenze) stattfand. Wir sind mit dem Zug quasi durch die gesamte Slowakei gereist und haben für die Strecke nur knapp 15€ bezahlt! Ich will gar nicht wissen, was das in Deutschland gekostet hätte…
Vor Ort haben wir dann ca. 20 Freiwillige aus ganz Europa getroffen, die alle grade ein Jahr in der Slowakei verbringen. Mitunter vertreten waren z.B. Italien, Spanien, Griechenland, Weißrussland, Frankreich, Georgien, Litauen. Wir waren also noch internationaler, als sonst schon immer unterwegs. Natürlich war das Seminar deshalb komplett auf Englisch (Englisch ist echt wichtiger, als ich in der Schule dachte). Die Themen in dem Seminar waren breit gefächert. Es ging unter anderem um unsere verschiedenen Einsatzstellen, die Rechte und Verantwortung eines Freiwilligen, unsere Prioritätensetzung innerhalb des Jahres, unsere Erwartungen und Motivationen etc.

Unser Program auf dem Seminar
Unser Programm auf dem Seminar

 

PIZZA OF EXPECTATIONS

Was ich allerdings am interessantesten fand, waren die Gespräche mit so vielen Leuten aus ganz Europa. Hier und da sind uns immer mal wieder Unterschiede aufgefallen. Zum Beispiel, ist es in Italien total unüblich ist, ein Auslandsjahr direkt nach der Schule zu machen. Wenn, dann machen das Italiener meistens nach einem abgeschlossenen Studium.

Die Truppe
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Ohne Stuhlkreis wär’s ja kein Seminar ;)

 

 

 

 

 

Ein weiterer Teil von dem Seminar war eine Wanderung durch den Wald. Das Ziel war eine Burg auf einem kleinen Berg. Das Besondere an der Burg ist, dass sie nicht mehr komplett vorhanden ist und aus dem Grund zurzeit wieder aufgebaut wird. Um die ganze mittelalterliche Atmosphäre des Ortes aufrecht zu erhalten, verwenden die Arbeiter hauptsächlich Methoden von damals. Dabei tragen sie passende Kleidung und verwenden nur lokale, natürliche Materialen. Für mich, die die Burg vorher nicht kannte, war der erste Eindruck auf jeden Fall mal was anderes… Das erste, was wir gesehen haben, war ein Mann in einem Leinenhemd, der uns mit seinem Werkzeug in der Hand fragt, was uns denn hierher führe. Im Hintergrund schleppen 2 weitere Männer im Leinenhemd einen riesen Stein auf einer Art Trage umher. Das Gesamtbild wirkte ziemlich authentisch und man merkte, dass die Männer stolz darauf sind, ein Teil dieser Burg zu sein.

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Am 15.10. war das Seminar schliesslich vorbei und wir fahren wieder nach Hause… dachte ich zumindest. Das Seminar ist zwar tatsächlich vorbei, aber die Pläne haben sich in der Zwischenzeit verändert und Viki, Adrian und Ich fahren direkt aus Zemplínska šírava weiter nach Velky Slavkov zu einem anderen Seminar für Gruppenleiter in der Kirche. Dort treffen wir Flo und Nils wieder, die das ganze Wochenende dort verbracht haben. Nach einer weiteren Nacht dort geht es dann aber tatsächlich nach Hause (und zwar für nur 12€!)

 

Und noch ein paar Fotos:

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Jemand hat Geburtstag – das bedeutet Kuchen für Katrin!
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Lüneburg

 

 

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