Bratislava-Christof

Am Sonntagabend, dem 4.Oktober kam nach unserem Slowakisch Unterricht Aleks. Aleks ist ein ehemaliger Freiwilliger bei einer anderen Organisation, den wir auf dem Sprachkurs in Velky Slavkov kennen gelernt haben. Eigentlich wollte er ein ganzes Jahr auf seiner Einsatzstelle bleiben hat diese jetzt aber aus verschiedenen Gründen abgebrochen. Da er uns noch einmal besuchen wollte, und wir ihm unsere Einsatzstelle zeigen wollten, kam er nach Dolny Kubin. Am nächsten Morgen sollten wir ihn nach Wien auf den Bus bringen und wir wollten danach noch in Bratislava  ein paar Tage verbringen. Jedenfalls war an diesem legendären Sonntagabend auch unser Slowakischlehrer Martin dabei. Wieso war dieser Abend legendär? Legendär war er weil Martin und Aleks an diesem Abend auf die Idee kamen, dass Aleks noch zwei Wochen in Dolny Kubin bleiben könnte und in Martins Hütte schlafen könnte. Allerdings sollte Aleks noch mit uns, unseren immer noch geplanten Bratislava Aufenthalt mit machen. 

Also ging es am nächsten Morgen mit dem Zug von Dolny Kubin an den großen Umsteigebahnhof in Kralovany und von dort dann weiter mit dem Fernzug 3,5h lang nach Bratislava. Die Hauptstadt der Slowakei begrüßte uns mit ihrem doch schon relativ kleinen Bahnhof. Nachdem wir endlich die kommunistisch anmutende Straßenbahn gefunden hatten, fuhren wir mit ihr zu unserer Unterkunft. Die Unterkunft (Patio Hostel) war ein gewöhnliches Großstadthostel mit bodenständigem Luxus und einer kleinen Bar. Wir hatten ein Gemeinschaftszimmer mit anderen uns fremden Leuten. Dies hatte den Vorteil dass man sich so einfacher mit anderen anfreunden konnte, andererseits aber den Nachteil dass man auch von deren Bettgehzeiten und anderen Dingen beeinträchtigt war.

IMG_6789Am Nachmittag des ersten Tages  schauten wir uns die Innenstadt von Bratislava an. Bratislava hat im Gegensatz zu vielen anderen slowakischen Städten eine schön restaurierte Innenstadt. Dort gibt es auch ein wunderschönes Rathaus, in dessen Innenhof ein leicht verstimmtes Klavier steht, dass Bennys musikalische Ader ansprach und dass er sofort ausprobieren musste.IMG_6677

Der Hauptplatz von Bratislava ist direkt nebenan, auf ihm befinden sich verschiedene Bronzestatuen die den Tourist zum machen eines Fotos einladen. Am Abend trafen wir uns mit Luise, die wir ebenfalls von dem Sprachkurs in Velky Slavkov kannten. Sie hat ihre Einsatzstelle in Bratislava und arbeitet in einem Altersheim und unterstützt in einer Deutschen Schule die Lehrer. Es war interessant von jemand der Bratislava schon länger kennt als wir, die Stadt erklärt zu bekommen. Danach machte ich und Benny noch einen Spaziergang an der Donau.IMG_6698

Am nächsten Tag fuhren wir auf die Burg Devin, dies ist eine Ruine in der Nähe der österreichischen Grenze, an der sich die Morava und die Donau treffen. Die Ruine hat für die Slowakei, eine besondere Bedeutung, da sie als Ursprung der Slawen gesehen wird. IMG_6743

Unser Weg führte uns danach wieder zurück in die Stadt und auf das Schloss Bratislava. Von dort hat man einen fantastischen Ausblick auf die Stadt und sieht bis nach Österreich. In dem in den 1960-er Jahren wieder aufgebauten Schloss befindet sich eines von 3 Slowakischen Nationalmuseen (Dolny Kubin; Martin; Bratislava), das wir allerdings nicht besichtigten. Bratislava hat ein gutes Nachtleben, dass ich und Aleks am Abend noch ausprobierten, und so 3 Amerikaner aus Minesota kennen lernen konnten. IMG_6795

Bratislava ist eine Stadt voller Touristen, scheinbar ist es üblich wenn man Wien bereist auch noch einen Abstecher in die relativ kleine Stadt Bratislava zu machen da es auf der Landkarte ja eine Hauptstadt ist. Freilich lohnt sich Bratislava, aber für die Größe der Stadt ist es doch schon eine relativ große Anzahl an Besuchern.IMG_6752_stitch

Am nächsten Morgen wollten wir noch den Präsidentenpalast besichtigen. Im Garten des Palastes stehen Bäume die immer von Präsidenten anderer Länder  bei Staatsbesuchen gepflanzt wurden. Da die Gesundheit der Bäume unterschiedlich ist, hoffe ich dass das nicht sinnbildlich für das repräsentierende Land ist. Und wenn schon!! Der Deutsche Baum sieht ganz gesund aus. Nach einer Besichtigung der Nationalgallerie fuhren wir dann am Nachmittag wieder zurück nach Dolny Kubin.

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Moderne Kunst… Ob ich da wohl mein Handy aufladen kann?

Seit unserem Bratislava Ausflug wissen wir dass wir ein Gleichgewicht zwischen Reise und Freizeit und unserer Arbeit in Dolny Kubin haben müssen.

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