Endlich gut angekommen- Christof

Am Donnerstag, den 03.September ging es für mich los, mein Onkel und mein Bruder fuhren mich mit dem Auto in die Slowakei. Bei unserem Zwischenhalt an der slowakischen Grenze, mit Blick in die slowakische Hauptstadt Bratislava, übernachteten wir. Am nächsten Morgen ging es weiter in Richtung Dolny Kubin, besonders die nagelneuen und fast staufreien slowakischen Autobahnen begeisterten uns. Ein großer Unterschied zu deutschen Autobahnen liegt darin, dass es viel mehr Raststätten gibt, die allerdings oft auch einfach nur Parkplätze mit einer größeren Imbissbude und einer Toilette sind. In der Nähe von Zilina endet die Autobahn, also mussten wir über Landstraßen fahren. Dies verschaffte uns einen ersten Eindruck von dem slowakischen Hinterland, dass ähnlich wie in Ostdeutschland teils neu renovierte Häuser beherbergt, gleichfalls aber auch in der Vergangenheit hängen geblieben ist. Die Straßen abseits der Hauptachsen sind teils in einem miserablen Zustand. Aber ist das in Deutschland anders? Unser erster Blick auf Dolny Kubin fiel auf den großen Kamin am Ortseingang  und den beiden großen Mehrfamilienhaussiedlungen die für Dolny Kubin prägend sind. Dolny Kubin ist eine Kleinstadt mit etwa 20 000 Einwohnern und einem hohen Touristenanteil. Diese Touristen profitieren von dem gut ausgebauten Einzelhandelsangebot, der sich durch mindestens 10 Supermärkte, darunter Tesco, Lidl und Billa, sowie gefühlte 2 Läden pro Handynetzanbieter ergibt. Desweiteren zeigte sich uns der Ort mit vielen Banken und Versicherungen. Da mir Roman (mein und Benny´s Chef) einen Punkt auf Google Maps geschickt hatte, konnten wir meine neue Arbeitsstätte den Jugendclub Garaz schnell finden. Roman zeigte uns die Stadt, indem er uns zu den wichtigsten Orten führte. Kubin, wie es die Einheimischen nennen, hat eine eigene Therme mit Sauna und Entspannungsbereich. Des Weiteren hat Dolny Kubin 3 Zentren; das Historische Zentrum mit Kirche, das kommunistische in der größten Mehrfamilienhaussiedlung (in der auch wir wohnen) und zuletzt das jüngste aber größte Zentrum in dem sich sämtliche westeuropäische Einzelhandelskonzerne in gewohnter vereinheitlichter Lidl, Tesco … Architektur verewigt haben. Unser Rundgang führte uns weiter über eine historisch wirkende Überdachte Holzbrücke die uns zurück ins alte Zentrum führte. Nachdem wir die katholische Kirche kurz besichtigten, führte uns der evangelische Pfarrer durch das evangelische Gotteshaus. Dolny Kubin hat insgesamt 3 Kirchen. Die älteste ist die katholische, sie ist die Urkirche Dolny Kubins. Um der wachsenden Zahl der reformierten Christen ein Gotteshaus zu bieten wurde später die evangelische gebaut. Diese Entwicklung erreichte ihren Höhepunkt als die katholische Kirche evangelisch wurde und die komplette Orava (die Region um Dolny Kubin) evangelisch war. Dies änderte sich später durch Zuzüge und Gegenreformation wieder zu einem katholischen Übergewicht. Inzwischen gibt es eine evangelische Kirche und zwei katholische Kirchen.

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